Seit 2021 gibt es ein neues Energieeffizienzlabel für Beleuchtung. Die alte Skala von A++ bis E wurde durch eine einfachere Skala von A bis G ersetzt. Doch warum haben LED- Lampen, die früher die Energieeffizienzklasse A++ hatten, jetzt oft nur noch die Klasse C oder D? Sind LEDs etwa weniger energieeffizient geworden? Nein, die Anforderungen sind lediglich strenger geworden.
Neue Skala, strengere Anforderungen
Die alten Energielabel mit A+, A++ und A+++ waren verwirrend. Fast alle LED-Lampen hatten A+ oder besser, wodurch die Kennzeichnung an Aussagekraft verlor. Die neue Skala von A bis G wurde mit deutlich strengeren Anforderungen neu definiert. Label A ist nun den effizientesten Leuchten vorbehalten, und selbst die besten LED-Lampen erreichen oft nur B, C oder D. Das bedeutet nicht, dass LEDs schlechter geworden sind, sondern lediglich, dass die Anforderungen höher sind. Glüh- und Halogenlampen erhalten jetzt F oder G und sind praktisch verboten. LEDs bleiben mit Abstand die energieeffizienteste Wahl.
Was bedeuten die Etiketten?
Kennzeichnung A: Die effizienteste Beleuchtung, oft nur durch innovative LED-Technologie erreichbar. Kennzeichnungen B und C: Sehr energieeffiziente LED-Beleuchtung; die meisten hochwertigen LED-Lampen fallen in diese Kategorie. Kennzeichnungen D und E: Energieeffiziente LED-Beleuchtung, die deutlich effizienter ist als ältere Leuchtmittel. Kennzeichnungen F und G: Ineffiziente Leuchtmittel wie Halogen- und Glühlampen, deren Verkauf (mit einigen Ausnahmen) nicht mehr zulässig ist. Achten Sie nicht nur auf den Buchstaben der Kennzeichnung, sondern auch auf den tatsächlichen Stromverbrauch in Watt und die Lichtleistung in Lumen .
Lumen pro Watt: der wahre Maßstab
Die Lichtausbeute wird in Lumen pro Watt gemessen. Je mehr Lumen eine Lampe pro verbrauchtem Watt liefert, desto effizienter ist sie. Eine gute LED-Lampe liefert 100–150 Lumen pro Watt. Eine Glühbirne liefert hingegen nur 10–15 Lumen pro Watt. Eine 10-Watt-LED-Lampe mit 1200 Lumen liefert demnach 120 Lumen pro Watt und ist sehr effizient. Eine 50-Watt-Halogenlampe mit 800 Lumen liefert nur 16 Lumen pro Watt und ist ineffizient. Vergleichen Sie beim Kauf von Lampen immer die Lumen pro Watt und nicht nur den Buchstaben auf dem Energielabel.
Ersparnisse berechnen
Eine 10-Watt-LED-Lampe, die eine 60-Watt-Glühbirne ersetzt, spart 50 Watt pro Stunde. Bei 1.000 Betriebsstunden pro Jahr (ca. 3 Stunden pro Tag) sparen Sie jährlich 50 kWh. Bei einem Strompreis von 0,40 € pro kWh sparen Sie pro Lampe 20 € pro Jahr. Haben Sie 10 LED-Lampen in Ihrem Haushalt? Dann sparen Sie jährlich 200 €. Die Investition in LED-Lampen amortisiert sich innerhalb eines Jahres. LED-Lampen haben zudem eine Lebensdauer von 15 bis 25 Jahren, während Glühlampen jährlich ausgetauscht werden müssen. Die Gesamteinsparungen über die gesamte Lebensdauer sind enorm.
Achten Sie auf mehr als nur die Energie.
Neben dem Energielabel spielen bei der Wahl der Beleuchtung weitere Faktoren eine wichtige Rolle. Die Farbtemperatur (Warmweiß, Kaltweiß oder Tageslichtweiß) bestimmt die Atmosphäre. Der Farbwiedergabeindex (CRI oder Ra) gibt an, wie natürlich Farben wirken; wählen Sie mindestens Ra 80, besser Ra 90+. Dimmbarkeit ist wichtig für flexible Beleuchtung. Die Lebensdauer in Stunden gibt an, wie lange die Lampe hält. Das Energielabel ist ein nützlicher Anhaltspunkt, aber betrachten Sie das Gesamtbild. LED-Beleuchtung mit der Energieeffizienzklasse C oder D ist auch 2026 und darüber hinaus die energieeffizienteste, nachhaltigste und kostengünstigste Wahl.