Was bedeutet IP-Schutzart?
IP steht für Ingress Protection (Schutzart) und besteht immer aus zwei Ziffern. Die erste Ziffer gibt den Schutz gegen feste Fremdkörper, die zweite gegen Flüssigkeiten an. Je höher die Zahl, desto besser der Schutz. Bei LED-Beleuchtung sind die gängigsten Schutzarten IP20, IP44, IP54 und IP65.
IP20: Für trockene Innenräume
IP20-Leuchten bieten keinen Schutz gegen Feuchtigkeit oder Staub. Diese Lampen eignen sich nur für trockene Innenräume wie Wohnzimmer, Schlafzimmer, Büro oder Küche. Hinweis: IP20-Lampen sind nicht für Feuchträume wie Badezimmer geeignet. Sie können IP20-Lampen jedoch in einer wasserdichten Leuchte mit mindestens Schutzart IP44 für Feuchträume oder IP65 für den Außenbereich verwenden.
IP44: Spritzwassergeschützt für Feuchträume
IP44 bedeutet, dass Ihre Lampe gegen Spritzwasser aus allen Richtungen geschützt ist. Diese Schutzart ist ideal für feuchte Innenräume wie Badezimmer, Toiletten und Küchen. Die Lampe ist beständig gegen Kondenswasser und Spritzwasser, jedoch nicht gegen direkte Wasserstrahlen. Für den professionellen Einsatz in Werkstätten, wo es feucht sein kann, ist IP44 die Mindestanforderung.
IP54: Staub- und spritzwassergeschützt
IP54 geht noch einen Schritt weiter als IP44. Die erste Ziffer (5) bedeutet, dass die Leuchte staubgeschützt ist. Dadurch eignet sich IP54 ideal für Garagen, Werkstätten und Lagerhallen, wo Staub und Feuchtigkeit häufig vorkommen. Ihre LED-Baustellenleuchten verfügen oft mindestens über die Schutzart IP54, um Staub und Feuchtigkeit am Arbeitsplatz standzuhalten.

IP65: Absolut staubdicht und strahlwasserbeständig
IP65 ist der Standard für LED-Außenbeleuchtung . Die erste Ziffer (6) bedeutet vollständige Staubdichtigkeit, die zweite Ziffer (5) Schutz gegen Strahlwasser aus allen Richtungen. Sie können diese Leuchten bedenkenlos im Freien einsetzen, selbst bei Regen und Wind. IP65-Beleuchtung eignet sich ideal für Gartenbeleuchtung, Fassadenbeleuchtung, Strahler und alle anderen Anwendungen, bei denen die Leuchte Witterungseinflüssen ausgesetzt ist.
Was bedeutet IK-Klassifizierung?
IK steht für Impact Protection ( Schlagfestigkeit) und gibt an, wie stoßfest Ihre Leuchte ist. Die Skala reicht von IK00 bis IK10, wobei die Zahl angibt, wie viel Energie die Leuchte bei einem Aufprall aushält. Für professionelle Anwendungen ist dies genauso wichtig wie die IP-Schutzart.
IK07: Standard für Werkstätten
IK07 bedeutet, dass die Lampe einem Aufprall von 2 Joule standhält. Dies entspricht dem Fallgewicht eines 500 Gramm schweren Gewichts aus einer Höhe von 40 Zentimetern. Für die meisten Werkstätten und Garagen bietet IK07 ausreichenden Schutz gegen versehentliche Stöße.
IK08: Zusätzlicher Schutz für anspruchsvolle Umgebungen
Die Schutzklasse IK08 bietet Schutz gegen 5 Joule, was dem Gewicht eines 1,25 Kilogramm schweren Gewichts entspricht, das aus einer Höhe von 40 Zentimetern fällt. Diese Schutzklasse findet sich häufig bei professionellen LED-Baustellenleuchten, die auf Baustellen eingesetzt werden, wo die Gefahr starker Stöße erhöht ist.
IK10: Maximale Schlagfestigkeit
IK10 ist die höchste Schutzklasse und bietet Schutz gegen 20 Joule. Diese Leuchten sind stoßfest und werden in extremen Umgebungen wie Industrieanlagen, Parkhäusern und öffentlichen Bereichen eingesetzt, wo Vandalismus vorkommen kann.
Welche Kombination benötigen Sie?
Für optimalen Schutz sollten Sie sowohl die IP- als auch die IK-Schutzart beachten. Idealerweise sollte eine Werkstattleuchte mindestens IP54 und IK07 aufweisen. Für Außenbeleuchtung wählen Sie IP65 mit IK08 oder höher. In trockenen Innenräumen ist IP20 mit einer niedrigeren IK-Schutzart ausreichend. Die Kombination dieser Werte bestimmt, wie gut Ihre Leuchte gegen alle Umwelteinflüsse geschützt ist.
IP- und IK-Klassifizierung für Garantie
Hinweis: Die Verwendung einer Lampe mit zu niedriger IP- oder IK-Schutzart in einer zu rauen Umgebung führt häufig zum Erlöschen der Garantie. Eine Lampe mit der Schutzart IK07, die durch einen starken Aufprall, der eine IK08-Schutzart erfordert hätte, zerbricht, ist nicht von der Garantie abgedeckt. Prüfen Sie daher immer, ob beide Schutzarten für Ihre Anwendung zutreffen.